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U-Boot Juliett U 461

Verantwortlicher Autor: Bettina Keller Berlin, 01.04.2025, 11:45 Uhr
Presse-Ressort von: Bettina Keller Bericht 8649x gelesen

Berlin [ENA] Das U-Boot 461 vom Projekt 651 der Juliett Klasse Am 21 Dezember 1998 konnten aufmerksame Beobachter an der Ostküste der Insel Rügen einen ungewöhnlichen Schleppzug beobachten. Am Haken von zwei Schleppern hängt das ausgediente russische U-Boot U 461. Ziel der Reise war der ehemalige DDR Marinehafen Peenemünde unweit von Wolgast auf der Insel Usedom. U 461 gehört der Juliett Klasse an, ist dieselgetrieben und Träger taktischer Raketensysteme.

Baubeginn war Oktober 1961, der Stapellauf Dezember 1962 und die Abnahme erfolgte Oktober 1965. Bis 1993 befand sich das U-Boot neben fünf weiteren Booten der gleichen Klasse im Bestand der U-Boot Brigade der baltischen Rotbannerflotte. 1994 wurde U 461 nach Kopenhagen als schwimmendes Museum verkauft und kam von dort nach Peenemünde. Ein Privatmann hatte dieses U Boot nach Peenemünde verbracht und seither ist es als Museum zu besuchen. Die Boote der Juliett Klasse sollten vorrangig zur Bekämpfung von Seezielen eingesetzt werden. An Bord befinden sich zwei hochklappbare Doppelstarter für Schiff-Schiff -Raketen.

Weiterhin verfügt das U- Boot über sechs Bugtorpedorohre vom Kaliber 533 mm und vier Hecktorpedorohre vom Kaliber 400 mm mit acht Reservetorpedos.Auch für die Sicherheit der Mannschaft war gesorgt.An Bord befinden sich zwei Rettungsbojen und zwei Notausstiege.Die Rettungsbojen sind mit einem Stahlseil mit den Notausstiegen verbunden. Lag das Boot auf dem Meeresgrund in einer Notsituation,konnte die Boje aufschwimmen.Rettungs- U- Booten oder Rettungskapseln wurde der Weg mit dem Stahlseil gewiesen.Unten angekommen, setzten die Rettungsmittel auf den Andockschürzen der Notaustiegsluken auf.Nach Herstellung der Hermetisierung konnte die Mannschaft das havarierte U-Boot verlassen.

Es lohnt sich das U-Boot anzusehen, da es möglicherweise nicht mehr lange dort vor Ort ist. Denn plötzlich bekam der Eigentümer die Auflage das U-Boot zu entfernen, da es nicht schwimmfähig ist. Wie absurd es liegt dort fast auf Grund, also wozu „ schwimmfähig“. Es wäre schade wenn so ein „Kleinod“ nicht mehr zu besichtigen wäre. Im übrigen ist es ziemlich authentisch wenn man sich im Inneren des U -Bootes befindet. Es ist alles sehr gut aufgearbeitet und erhalten auch mit Tönen unterlegt so dass man meint man ist tatsächlich auf „Tauchfahrt“. Im Internet unter www.u-461.de zu erreichen.

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