Freitag, 22.06.2018 05:15 Uhr

Nato Talk around the Brandenburger Tor Berlin

Verantwortlicher Autor: Bettina Keller Berlin, 23.11.2017, 21:08 Uhr
Presse-Ressort von: Bettina Keller Bericht 5515x gelesen

Berlin [ENA] unter dem Thema die Zukunft der NATO in einer unvorhersehbaren Welt fand am 13.11.2017 im Hotel Adlon der sogenannte NatoTalk statt. Dieser wurde im Jahr 2008 von Nato Generalsekretär Jaap de Hopp Scheffer und Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel im Hotel Adlon ins Leben gerufen.Federführend war die Deutsch Atlantische Gesellschaft e.V.sowie die Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

Entsprechend waren führende Politiker und Diplomaten sowie ehemalige und im Amt stehende Natoführungskräfte auf dem Podium vertreten. Eröffnet wurde die Konferenz durch die Herren Christian Schmidt MdB, Dr. Karl-Heinz Kamp und Richard Kühnel. In verschiedenen Panels gab es umfangreiche Diskussionen, hervorzuheben wäre der Beitrag des ehemaligen Verteidigungsministers Volker Rühe (1992-1998), der mit großem Sachverstand seinen Beitrag einbrachte und an eine Bedrohung durch Russland nicht glaube.

Putin sei kein Hasardeur und werde bestehende Grenzen nicht verletzen.Der ehemalige Verteidigungsminister(2006 -2007) und Außenminister (2010-2012)der tschechischen Republik, Alexandr Vondra, sah als große Herausforderung für die Nato - Russland, den islamischen Radikalismus und Nordkorea.Er verlangte eine härtere Gangart mit Russland, fand aber die Russlandhysterie als stark übertrieben. Über die Frage ist der Westen am Ende, sprach Richard D.Hooker Jr., Sonderassistent von Präsident Trump für Europa und die Nato, und stellte am Ende seiner Rede fest, dass Europa sehr wichtig für die USA und die Nato sei.

Ein weiterer Diskussionsbeitrag war,wie steht es um den Zustand der Nato? Der deutsche Nato Botschafter Hans-Dieter Lucas meinte die Nato sei eine gut organisierte Truppe, andere Teilnehmer der Diskussion waren ganz anderer Meinung. Prof.Dr. Sönke Neitzel, Direktor des Historischen Institutes der Universität Potsdam kritisierte die Haltung Deutschlands.Diese sei sehr zögerlich, wenn es ums Kämpfen geht, innenpolitisch kann die Politik dies nicht gut einbringen.Junge deutsche Soldaten kennen oft gar nicht den Grund weshalb sie in z.b. Mali eingesetzt werden.Dies muss die Politik in Deutschland klären.

In weiteren Diskussionen bei einem gemeinsamen Essen wurde auch festgestellt, dass sich etwas in Europa ändern muss was die Ausstattung der Nato mit Waffensystemen betrifft. Ein Beispiel, in der EU gibt es 178 verschiedene Waffensysteme , in den USA dahingegen nur 30, es gibt mehr Hubschrauberproduzenten in der EU als Regierungen die Hubschrauber kaufen könnten,dies ist ineffizient und führt zu enormen Doppelausgaben innerhalb der EU. Streckenweise hatte man den Eindruck , dass die Teilnehmer nicht sehr überzeugt von einer gemeinsamen NATO waren Aber wie es so schön heißt, Widersprüche beleben die Sache.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.