Donnerstag, 02.12.2021 14:28 Uhr

Katastrophe im Hochsommer 1972

Verantwortlicher Autor: Bettina Keller Berlin, 28.09.2021, 14:59 Uhr
Presse-Ressort von: Bettina Keller Bericht 2650x gelesen

Berlin [ENA] Katastrophe im Hochsommer 1972 bei Berlin -Königswusterhausen gegen das Vergessen am 14.8.1972 geschah ein Flugzeugunglück welches 156 Menschen das Leben kostete.Sommer ,Urlaubszeit auch in der DDR galt Urlaub weit weg und am Meer. Das Ziel der Reise war Burgas im damaligen Bulgarien.Das Flugzeug eine IL-62 startete pünktlich vom damaligen Flughafen Berlin Schönefeld, heute Terminal 5 des BER.

An Bord 148 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder. Viele stammten aus Sachsen. Der 51-jährige Kommandant flog die Il-62 seit ihrer Einführung bei der Interflug. Etwa 100 Kilometer von Berlin entfernt, in der Nähe von Cottbus bemerkte die Besatzung Probleme mit dem Höhenleitwerk.Es wurde dann nach Absprache mit der Flugsicherung die Rückkehr nach Berlin-Schönefeld eingeleitet.Unverständlich warum nicht nach Cottbus denn dort gab es einen Flughafen. Minuten später ließ die Besatzung Treibstoff ab, was international üblich ist. Im Sinkflug löste sich dann das Heck vom Flugzeug.Ab diesem Punkt war das Flugzeug nicht mehr steuerbar und der Absturz unvermeidlich.

Die Trümmerteile schlugen gegen 17 Uhr in der Nähe von Königs- Wusterhausen auf.Der Pilot soll wohl kurz vorher Probleme gemeldet haben. Die Ursachen waren ein Konstruktionsfehler in der von der damaligen Sowjetunion gebauten Maschine.Dies führte zu Auseinandersetzungen mit der DDR Regierung und der Regierung in der damaligen Sowjetunion, denn es durfte ja nicht sein dass ein Flugzeug aus der Sowjetunion einen Konstruktionsfehler hatte. Es war wohl den Leuten vom damaligen Ministerium für Staatssicherheit , die der Ermittlungsgruppe zugeordnet waren zu verdanken das diese den Fehler nach akribischer Suche gefunden hatten und trotzdem wurde durch die damalige Regierung der DDR später alles ruhen gelassen.

Lediglich nach dem Unfall und während den Ermittlungen gab es ein Startverbot der Interflugmaschinen vom Typ IL-62.Die nachträglichen notwendigen Veränderungen an den Flugzeugen mit diesem Typ wurden ohne die Öffentlichkeit groß zu informieren durch den Hersteller eingebaut. Der Pilot der Unglücksmaschine hat wohl auch durch sein Handeln eine noch größere Katastrophe abgewendet indem er die Maschine von der Stadt weg lenkte und diese dann eben auf freiem Gelände zum Absturz kam.

Für alle Opfer die nicht mehr identifiziert werden konnten wurde auf dem Friedhof der Gemeinde Wildau Ortsteil Hoherlehme eine Gedenkstätte errichtet.Diese ist zugleich auch Sammelgrab für 60 auf dem Stein namentlich genannten Opfer.Die anderen Opfer wurden in Ihren Heimatregionen beigesetzt.Auch nach so langer Zeit kommen viele Besucher und legen Blumen nieder auch wenn einige keine Angehörige zu beklagen hatten.

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